Mobiles BHKW – Eine Anlage, mehrere Standorte
Ein mobiles BHKW ermöglicht den flexiblen Einsatz eines Blockheizkraftwerks an unterschiedlichen Standorten. Die smartblock Modelle von 7,5 bis 50 kW sind auf einem fahrbaren Anhänger montiert und lassen sich bedarfsgerecht versetzen.
So bleibt die Anlage ganzjährig im Betrieb – anstatt saisonal stillzustehen – beispielsweise zwischen Schule und Freibad oder zwischen Sommer- und Winterbetrieb.
Warum ein mobiles BHKW?
Viele Gebäude weisen stark saisonale Wärmebedarfe auf. Während z.B. ein Freibad im Sommer hohe Laufzeiten erreicht, sinkt der Bedarf im Winter deutlich. Bei Schulen verhält es sich genau umgekehrt.
Ein mobiles Blockheizkraftwerk löst dieses Problem. Sie betreiben ein Aggregat dort, wo aktuell Wärme und Strom benötigt werden. Dadurch erhöhen Sie die jährlichen Vollbenutzungsstunden und steigern die Wirtschaftlichkeit Ihrer Investition.
Maximale Vollbenutzungsstunden statt Stillstand
Die Rentabilität eines BHKW hängt maßgeblich von den erreichten Laufzeiten ab. Durch den flexiblen Standortwechsel reduzieren Sie Stillstandszeiten, steigern die jährliche Stromerzeugung und erhöhen die Auslastung Ihrer Investition. Gerade Kommunen sowie Betreiber mehrerer Liegenschaften profitieren von diesem Konzept, da sich unterschiedliche Lastprofile gezielt miteinander kombinieren lassen und die Anlage ganzjährig wirtschaftlich arbeitet.
Technische Ausführung:
smartblock 7,5–50 kW
Das mobile BHKW basiert auf seriengefertigten smartblock BHKW im Leistungsbereich von 7,5 bis 50 kW elektrisch. Die Anlage ist auf einem fahrbaren Anhänger montiert und anschlussfertig ausgeführt, sodass sie schnell umgesetzt und in Betrieb genommen werden kann. Die Energieerzeugung erfolgt über gasbetriebene Kraft-Wärme-Kopplung im Netzparallelbetrieb; mit den smartblock s Varianten ist zudem ein Netzersatzbetrieb möglich. Die bewährte Technik bleibt dabei unverändert – erweitert wird ausschließlich die Einsatzflexibilität.
Typische Anwendung: Schule und Freibad
Ein typisches Einsatzszenario zeigt sich bei kommunalen Liegenschaften wie Schulen und Freibädern. Während Schulen und Verwaltungsgebäude vor allem in der Heizperiode hohe Laufzeiten erreichen, entsteht der Energiebedarf im Freibad überwiegend in den Sommermonaten. Ein mobiles BHKW wird saisonal versetzt und jeweils dort betrieben, wo aktuell Wärme und Strom benötigt werden. Auf diese Weise ersetzen Betreiber zwei Anlagen mit begrenzten Betriebsstunden durch ein ganzjährig ausgelastetes Blockheizkraftwerk und steigern dadurch die Wirtschaftlichkeit deutlich.
Praxisbeispiel: Ein smartblock als Mobiles BHKW in Altusried
In der Allgäuer Gemeinde Altusried revolutioniert ein smartblock als mobiles BHKW die Energieversorgung von Freibad und Schule. Im Sommer versorgt der smartblock das Schwimmbad mit angenehm warmem Wasser (zwischen 22 und 24 °C), im Winter beheizt er die Schule. Für die Gemeinde ist das ein Experiment, das für einen doppelten Nutzen bringen soll.
Während der smartblock im Sommer durch die Beheizung des Freibads die Badesaison verlängert und das Baden mit höheren Temperaturen angenehmer macht, spart er im Winter Heizkosten in der Schule. Ein Beitrag in der BR-Abendschau erläutert, wie die Altusrieder sich das gedacht haben, und was sie von dieser Lösung erwarten.
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